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Geschichten von Gott und der Welt (14): Von berührten Herzen

Geschichten von Gott und der Welt (14): Von berührten Herzen
Veröffentlicht am Fr., 9. Apr. 2021 00:00 Uhr
Kinder: Kolumne Elke

Liebe Kinder, liebe Familien,

die Ostergeschichte geht noch weiter ...

An diesem Sonntag gingen zwei Menschen von Jerusalem nach Emmaus, einem kleinen Dorf. Es war ein Weg von ein paar Stunden. Sie waren Freunde von Jesus und sehr traurig, dass er gestorben war.

Sie unterhielten sich darüber. Die Frauen hatten zwar gesagt: „Das Grab ist leer!“, aber niemand hatte Jesus gesehen.

Unterwegs trafen sie einen Fremden. Der fragte sie: „Warum seid ihr so traurig?“ Die beiden berichteten von dem, was sie in den letzten Tagen in Jerusalem erlebt hatten. Jesus war am Kreuz gestorben und alle ihre Hoffnungen waren dahin. Sie hatten fest damit gerechnet, dass Jesus nun bald König werden würde.

Der Fremde sagte zu ihnen: „In den alten Geschichten steht: Der König, auf den alle warten, muss sterben. Es ist genauso gekommen, wie Gott es gewollt hat. Hat Jesus nicht auch davon gesprochen? Warum vertraut ihr seinen Worten nicht?“

Den beiden Freunden wurde ganz warm ums Herz, als der Fremde so über Gott und Jesus sprach und sie gingen gemeinsam weiter.

Es war schon spät, als sie in Emmaus ankamen. Die beiden Freunde luden den Fremden ein: „Es ist schon dunkel. Bleib bei uns über Nacht!“ So sie setzten sich zusammen in ihr Haus, um zu Abend zu essen.

Der Fremde nahm das Brot, sprach ein Dankgebet, brach es in Stücke und gab es den Beiden.

Da gingen ihnen plötzlich die Augen auf. Sie erkannten: Jesus ist bei ihnen am Tisch! Im gleichen Augenblick konnten sie ihn nicht mehr sehen.

Die Beiden fragten sich erstaunt: „Warum haben wir Jesus nicht früher erkannt? Unser Herz ging doch auf, als er mit uns redete!“

Sie machten sich sofort wieder auf den Weg nach Jerusalem und gingen den ganzen Weg zurück. Am Haus der anderen Jünger angekommen riefen diese ihnen schon zu: „Jesus lebt! Wir haben ihn gesehen!“  Und die beiden Freunde erzählten, wie sie Jesus erkannt hatten, als er ihnen das Brot gab und sie teilten ihre große Freude darüber.

Die beiden Freunde hatten sich traurig auf ihren Weg gemacht; mutlos und enttäuscht. Sie begegneten Jesus aber erkennen ihn nicht; er ist dennoch an ihrer Seite. Als sie miteinander über Gott nachdachten und sprachen, berührte und veränderte das ihre Herzen; ihre Augen konnten Jesus aber immer noch nicht sehen.

Erst am Abend begriffen sie. Und sie gingen nochmal einen langen Weg, um ihre Freude darüber mit den anderen zu teilen; diesmal voller Gewissheit, Fröhlichkeit und mit leichterem Herzen.

Und vielleicht haben sie auch dabei gesungen?

„Alle Wege, alle Wege, geht Gott mit, geht Gott mit,
darum kann ich fröhlich, darum kann ich mutig weitergeh’n, weitergeh’n.“ 

Eine fröhliche Osterferienwoche wünsche ich euch!

Elke Nordsiek


Elke ist Mitarbeiterin für die Arbeit mit Kindern und Familien in der Evangelischen Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf.