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Ostern – Wie befreiend!

Ostern – Wie befreiend!
Veröffentlicht von Karin Singha-Gnauck am Sa., 3. Apr. 2021 18:00 Uhr
Ostern

Die große Freiheit

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offenbarung 1,18

Wir vertrauen der lebendigen Kraft Gottes,

  • die uns von Anbeginn in Liebe umfängt
  • uns im Angesicht des Todes Leben schenkt und
  • unsere Gemeinschaft segnet 

Biblischer Text zu Ostern:  Exodus 14 und 15 in Auszügen

Als der Pharao näherkam, blickten die Israeliten auf und sahen: Die Ägypter rückten hinter ihnen heran! Da bekamen die Israeliten große Angst und schrien zu Gott um Hilfe.

Sie beklagten sich bei Mose: »Gab es denn keine Gräber in Ägypten? Hast du uns in die Wüste gebracht, damit wir hier sterben? Wie konntest du uns aus Ägypten führen! Haben wir nicht schon in Ägypten zu dir gesagt: Lass uns in Ruhe! Wir wollen lieber den Ägyptern dienen! Es ist besser, dass wir in Ägypten Sklaven sind, als in der Wüste zu sterben.«

Darauf sagte Mose zum Volk: »Fürchtet euch nicht!« …

Mose streckte die Hand aus über das Meer. Da trieb Gott das Meer die ganze Nacht durch einen Ostwind zurück. Er machte das Meer zum trockenen Land, und das Wasser teilte sich. So konnten die Israeliten auf trockenem Boden mitten durch das Meer ziehen.

Die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, nahm ihre Pauke in die Hand. Auch alle anderen Frauen griffen zu ihren Pauken und zogen tanzend hinter ihr her. Mirjam sang ihnen vor:

Singt für Gott:
Hoch und erhaben ist er.
Rosse und Wagen warf er ins Meer.

Anregungen

Was klingt von diesen Worten in Ihnen nach?

Zum Ostersonntag ist die Flucht aus der Sklaverei und die Bewahrung des Volkes Gottes Grundlage der Predigt. Eine Rettungsgeschichte zu Ostern.
Ostern ist das Fest der Befreiung von der Macht des Todes.
Und es erinnert daran, dass Jesus als Jude Passah gefeiert hat.

Wenn Sie diese Geschichte sich von den Kindern erzählen lassen - im digitalen Gottesdienst oder Buch - dann steht am Anfang ein vielfältiges Lob Gottes. Endlich frei. Die Unterdrückung hört auf.
Wohltuend, damit zu beginnen, jeden Tag neu, bevor die nächste Gefahr bewältigt werden soll.

Vor einem ist der Weg versperrt. Hinter einem die Feinde.
Was tun sie, wenn es keinen Ausweg gibt? 

Es gibt keine Ruhe. Diesen Wunsch, mal Ruhe haben zu wollen von all dem, was einen bedrückt, höre ich immer wieder. Wenigstens mal durchatmen wollen und sich den schönen Seiten des Lebens zuzuwenden. Doch schon kommt das nächste Unglück, der nächste Todesfall, die nächste Krise. 

In unserer Geschichte sind es die Soldaten mit ihrer überlegenen Technik, die nicht zur Erhaltung des Friedens eingesetzt werden, sondern zur Verfolgung Unschuldiger, wie es leider auch heutzutage geschieht. Eine grausame Geschichte, die sich bis heute fortsetzt. Doch bei all der Machtlosigkeit und Verzweiflung gibt es Wunder. 

Was für ein Wunder!
Wie wirken Wundergeschichten auf Sie? Was ist für Sie das Wunder in dieser Geschichte? 

Und das Wunderbare soll unsere Aufmerksamkeit erregen und erreichen. 

Wir glauben an einen Gott, der befreit und bewahrt,
an die All umfassende Macht in der Welt,
die fürsorglich mit uns geht und uns gute Wege zeigt. 

So können wir auch in diesen Tagen zuversichtlich den Weg fortsetzen. 

Und irgendwann können auch wir wieder ‚auf die Pauke hauen‘.
Was würden Sie dann gerne tun?  

Lied: Auf, auf, mein Herz mit Freuden

1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht;
wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt,
wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.

2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei;
eh er’s vermeint und denket, ist Christus wieder frei
und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da
sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält.

3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel;
nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will
entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut,
so mir durch Jesus Christ aus Lieb erworben ist.

Gebet

Gott,
du lässt uns leben
selbst im Angesicht des Todes.
So führe uns auch durch diese Zeit hindurch,
die uns so unruhig und unzufrieden macht.
Lass Dein Ostern in uns geschehen,
im Verborgenen und doch spürbar.

Wir beten für Menschen, die wir Gott ans Herz legen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Wir lassen uns überraschen, in welch wunderbarer Weise Gott sich unserer annimmt und welche Spielräume sich uns auftun.

Seien Sie gesegnet und
bleiben Sie behütet!

Ihre Pfarrerin Karin Singha-Gnauck