Veröffentlicht von Juliane Kaelberlah am Do., 25. Jul. 2019 10:41 Uhr

Im September geht die Seniorenarbeit auf Pilgerreise ins Altmühltal. Angebote wie diese werden immer beliebter.

Von Stefan Kohlstädt
Stefan Kohlstädt ist Mitarbeiter der Fachberatung für die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren im Kirchenkreis.

Unsere Gesellschaft wird immer älter, die Lebenserwartung steigt: Wie das Statistische Bundesamt vor zwei Jahren in einem Modell berechnete, könnten 2017 geborene Kinder eine Lebenserwartung von durchschnittlich 90 Jahren haben. Dies ist im Gegensatz zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ein gewaltiger Sprung: Damals hatten Jungen rund 55 Lebensjahre vor sich, Mädchen 62. Doch bereits heute lässt sich beobachten, dass SeniorInnen immer länger arbeiten, einen aktiveren Lebensstil pflegen und im Schnitt ein deutlich höheres Lebensalter erreichen als noch vor einigen Jahren.

Wer ist eigentlich „Senior“?

Die Weltgesundheitsorganisation unterteilt Alter in drei Phasen. Phase 1 liegt zwischen 61 bis 75 Jahren, Phase 2 bezeichnet die Spanne zwischen 76 bis 90 Jahren und Phase 3 gilt ab dem 91. Lebensjahr.
Ab wann darf ein Senior oder eine Seniorin denn nun auch so betrachtet und bezeichnet werden? Dabei spielt auch die persönliche Definition eine wichtige Rolle. Auf jeden Fall erregt diese Frage die Gemüter und wird leidenschaftlich diskutiert – übrigens auch unter uns MitarbeiterInnen der Arbeit mit SeniorInnen. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir Veränderungen, in der sich unsere Gesellschaft befindet, nicht ignorieren dürfen. Die höhere Lebenserwartung führt zu veränderten Lebensverhältnissen und Bedingungen: SeniorInnen haben heute andere Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche an Angebote und aktive Freizeit als früher.

Wir wollen künftig gezielter auch Menschen der sogenannten ersten Phase ansprechen. Unsere Pilgerreise im Altmühltal im September 2019 soll dazu beitragen: Wir laufen täglich etwa 20 Kilometer, kommen zur Ruhe, besinnen uns, schweigen gemeinsam. Aber wir unterhalten uns auch, lernen neue Perspektiven und Ansichten kennen und erleben Gemeinschaft. Dabei helfen tägliche Andachten in Kirchen und mitten in der Natur. So wird der Wanderweg zu einer Pilgertour.

Für die Reise sind noch wenige Zimmer frei. Bei Interesse wenden Sie sich gern bis 10. August 2019 an Stefan Kohlstädt unter 030 863 90 99 15, E-Mail: kohlstaedt@evangelisch.de oder an Andreas Reichardt, Telefon 030 863 978 67, E-Mail: a.t.reichardt@web.de.

Foto: privat

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