Veröffentlicht von Juliane Kaelberlah am Sa., 22. Dez. 2018 06:00 Uhr

Wegbegleiter, Licht im Dunkel, Orientierungspunkt: Der gelbe Stern ist das Symbol des Evangelischen Campus Daniel. Hinter jedem Stern an der Wand im Foyer steckt ein Spender − so wie Heiner Klös.

Wenn Heiner Klös über sich selbst spricht, nennt er sich einen „Praktiker im Glauben“. Der 59-Jährige wohnt am Zoo, ist Mitglied in der Kirchengemeinde Grunewald – und engagiert sich seit vielen Jahren für den Evangelischen Campus Daniel. „Ich habe damals gesehen, dass hier etwas Tolles entsteht, von dem jeder über die Gemeindegrenzen hinweg profitieren kann und wusste: Das möchte ich unterstützen.“  

Seine mittlerweile erwachsenen Kinder besuchten Anfang der 2000er Jahre den Konfirmandenunterricht der Grunewaldkirche. „Was dort für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt wurde, hat mich beeindruckt“, sagt der Biologe, der im Berliner Zoo arbeitet. Um etwas zurückzugeben, engagierte er sich im Gemeindekirchenrat, arbeitete im Bau- und Haushaltsausschuss mit. Viel Zeit habe er damals mit diesen Ehrenämtern verbracht und neue Einblicke in die kirchliche Arbeit bekommen, erzählt Klös. „Über die Jahre ist mir immer wieder bewusst geworden, dass wir uns für Projekte auch mal zusammentun und  über unseren Kirchturm hinaus denken müssen, wenn wir mit unseren Geldern gut haushalten wollen.“

Den Campus Daniel kennt er noch als große grüne Wiese an der Brandenburgischen Straße. Die Idee, auf dem Gelände der Daniel-Kirchengemeinde nicht nur ein evangelisches Bildungszentrum für alle Generationen, sondern auch eine evangelische Schule zu bauen, begeisterte ihn.

Als der Bau fertiggestellt war, erstand er einen der Sterne, die der Evangelische Campus Daniel für Spenden ab 250 Euro vergibt und an der Wand im Eingangsbereich zu einem Sternenweg aneinandergereiht hat. Viele kleine Folgespenden sind bis heute dazugekommen.

„Es muss ja nicht gleich ein Stern sein“

Das Sommerferienprogramm für Kinder, das Familienzentrum mit dem Elternzeitcafé, die Vorträge für Seniorinnen und Senioren, die vielen Konzerte, Ausstellungen und Gottesdienste: Wie sich der Evangelische Campus Daniel mit der Gemeinde über die Jahre entwickelt und sein Angebot ausgebaut habe, freue ihn, sagt Heiner Klös. Bis heute ist ihm die Kinder- und Jugendarbeit besonders wichtig, nicht nur auf dem Campus. „Damit legen wir den Grundstein für später.“

Jede noch so kleine Spende sei viel wert − es müsse ja nicht unbedingt ein Stern sein. „Wichtig ist doch, dass jeder nach seiner Façon etwas für die Kirche tun kann.“ Ein Praktiker eben.                               

T: JK/Foto: privat

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